Am 16. April haben die 8. Klassen im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts eine Exkursion gemacht, bei der sie drei verschiedene Gotteshäuser in Mannheim besucht haben.

Währrend der Besuche haben die Schüler*innen viele Einblicke in die Bräuche und Traditionen der verschiedenen Religionen gewonnen und auch Fakten, die nicht in den Büchern stehen, erfahren.

Zuerst besuchten sie Jesuiten-Kirche. Besonders auffällig waren die majestätischen goldenen Verziehrungen. Die im 18. Jahrhundert erbaute Kirche soll den Himmel und was einen dort erwartet veranschaulichen. Kurz nach dem Betreten der Kirche entdeckten die Schüler das in ein Dreieck gefasste Auge in der Kuppel, welches für das wachende Auge Gottes steht und gleichzeitig die Dreifaltigkeit – Vater, Sohn und Heiliger Geist – darstellt.
Außerdem lernten die Klasse etwas über den Ablauf eines Gottesdienstes. Dabei spielen Gebete, Lesungen aus der Bibel und das Abendmahl eine wichtige Rolle. Hinter dem Altar standen Figuren und Symbole, die verschiedene Bedeutungen haben. Auch das Kreuz wurde erklärt: Die senkrechte Linie symbolisiert die Verbindung zwischen Gott und den Menschen, die waagerechte Linie die Verbindung der Menschen untereinander. Die Staturen stellten die Gründer des Jesuitenordens da und waren somit der Grund für den Namen der Kirche.

Danach besuchten die Schüler*innen die Synagoge. Dort erfuhren sie viel über das jüdische Leben und den Glauben. Besonders beeindruckend war die Geschichte der Synagoge. Ihnen wurde erzählt, dass sie im Jahr 1940 zerstört und später wieder aufgebaut wurde. Heute gibt es dort wieder eine aktive und wachsende jüdische Gemeinde.
Im Inneren der Synagoge sah man, dass Frauen und Männer durch Emporen getrennt wurden. Das Orthodoxe und liberale Juden teilweise unterschiedliche Traditionen haben, wurde den Klassen auch erklärt. Sehr spannend waren die Torarollen. Sie sind handgeschrieben und werden von speziellen Schreibern angefertigt. Solche Rollen sind meist sehr alt und sehr wertvoll. Außerdem wurde uns erklärt, dass die Gemeinde beim Gebet Richtung Jerusalem betet.
Auch über Sicherheitsmaßnahmen wurde gesprochen. Wegen früherer Angriffe auf jüdische Gemeinde gibt es heute strenge Kontrollen. Das zeigte der Klasse, dass Religion leider nicht immer nur friedlich behandelt wird und dass Schutz für viele Gemeinden eine große Bedeutung für den Alltag hat.

Zuletzt besuchten die Schüler*innen noch die städtische Moschee. Im Inneren der Moschee gab es einen großen Teppich und vielen Verzierungen mit arabischer Schrift. Die Moschee hat eine Kapazität für 2000 Betende. Ihnen wurde erklärt, dass Muslime fünfmal am Tag beten und sich dabei in Richtung Mekka wenden. Dafür gibt es in jeder Moschee eine Gebetsnische, die die Gebetsrichtung anzeigt.
Wie in der Synagoge beten Männer und frauen auch getrennt, wobei Fauen auf einer abgeschirmten Ebene beten können. Vor dem Gebet führen Muslime eine rituelle Waschung durch, bei der Hände, Gesicht und Füße gereinigt werden. Dies wurde uns an einem Beispiel auch ausführlich gezeigt. Jede Bewegung wird drei mal wiederholt. Dadurch soll man sich nicht nur körperlich, sondern auch mental auf das Gebet vorbereiten. Der Besuch der Moschee war für viele besonders spannend, weil man dort vieles direkt erkunden konnten.

Der Ausflug war insgesamt sehr interessant und lehrreich. Die Klassen konnten viele neue Dinge über Religionen, Traditionen und das Zusammenleben verschiedener Glaubensgemeinschaften erfahren. Besonders spannend war es, die Gotteshäuser nicht nur aus Büchern kennenzulernen, sondern sie selbst zu besuchen und Fragen stellen zu können.

Text: Eliette Porth (8c) & Bilder: Frau Hühnerbein

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