Am Freitag, den 2. Oktober, durften wir kurzfristig einspringen: Weil der eigentlich vorgesehene Chor nicht auftreten konnte, gestalteten wir mit gerade mal 1 Woche Vorlaufszeit als Chöre des Moll-Gymnasiums einen Teil der Eröffnungsfeier des Chorfestivals „Mannheim singt!“ in der Mannheimer Kunsthalle.
Das Festival bringt zehn Tage lang mit über 70 Aufführungen die ganze Stadt zum Klingen. Rund 600 Gäste waren dabei, darunter Oberbürgermeister Christian Specht und Hans-Jürgen Pütsch, Präsident des Badischen Chorverbands. Außerdem las Autor Stefan Moster aus seinem Buch „Vom Glück, im Chor zu singen“.
Den Anfang machte unser Chor der 6. Klassen. Mit viel Schwung, Singfreude und Tanzeinlagen sorgten die Sechstklässler sofort für Stimmung und schlugen eine Brücke zwischen den Generationen im Saal. Die Kunsthalle bot dafür eine fantastische Kulisse und unsere jungen Sänger:innen standen auf der Bühne, als hätten sie noch nie etwas anderes gemacht!
Danach verzauberte unser Kammerchor das Publikum mit einem kraftvollen, homogenen und lebendigen Klang. Dabei gibt es ihn erst seit einer Woche! "Talking 'bout a revolution" von Tracy Chapman mit Frau Ringwald an der Gitarre und "Man I need von Olivia Dean" a cappella. Es war ein Gänsehautmoment, und der Applaus wollte gar nicht mehr abebben. Es hat uns sehr gefreut, dass dieser Gründungs-Auftritt so fantastisch war! Auch die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete über den Festivalauftakt und erwähnte uns mit lobenden Worten. Was für eine Ehre, dass wir als Moll-Gymnasium so eine tolle Veranstaltung eröffnen durften!
Ein großer Dank geht an Valentin Moosmann, Musiklehrer am Privatgymnasium Weinheim, der uns trotz der kurzen Vorbereitungszeit am Schlagzeug begleitet hat, und an unseren treuen Begleiter Adrian Slota an der E-Gitarre.
Eine Woche nach der Eröffnung ging es am Freitag, den 9. Oktober, für den Chor der 6. Klassen und den Moll-Chor weiter: Beim Tag der Generationen im Herzogenriedpark, ebenfalls Teil von „Mannheim singt!“, ging es darum, Chören aus verschiedenen Generationen eine Bühne zu bieten und sich zu vernetzen. Die Konzertmuschel war dafür ein wunderschöner Ort.
Vorab gab es eine logistische Herausforderung: zusammen mit unseren 150 Schülerinnen und Schülern reisten gleichzeitig 150 Kinder der Diesterweg-Grundschule an. Nach kurzer Abstimmung mit der Stadt bekamen wir eine eigene, 60 Meter lange Bahn, die uns exklusiv zum Park brachte. Vielen Dank an den RNV und die Heinrich-Vetter-Stiftung, die das ermöglicht haben! So wurde allein die Anreise mit unserer eigenen „singenden S-Bahn“ bereits zu einem besonderen Erlebnis.
Trotz des frischen Wetters wurde der Auftritt toll. Zuerst sang der Chor der Diesterweg-Grundschule. Beim letzten Stück, „Eigene Melodie“, kam unser Chor der 6. Klassen dazu, und über 200 Kinder sangen gleichzeitig. Begleitet wurden wir wie gewohnt von unserem Mitschüler Mattis Laux am Schlagzeug und unserem Lehrer Adrian Slota an der E-Gitarre. Für viele 6. Klässler:innen war das ein besonderer Moment, weil sie bis vor wenigen Jahren selbst noch im Chor der Diesterweg-Grundschule unter der Leitung von Melanie Slota gesungen hatten. Frau Slota dirigierte ausdrucksstark und mit strahlenden Augen den Gemeinschaftschor. Die begleitende Moll-Band mit Mattis Laux am Schlagzeug, Adrian Slota an der E-Gitarre und Sarah Ringwald am Klavier ergänzte sich musikalisch und gab den über 200 Stimmen ein sicheres Fundament. Nach dem Stück "Hello, Mary Lou" verbreitete der Chor der 6. Klassen zum Abschluss noch etwas Tanzstimmung mit "At the hop" und zeigte dabei, dass sie nicht nur singen, sondern auch selbst tanzen können!
Anschließend sang der Moll-Chor „Kleiner grauer Falter“, „Shall I compare“ und „Man I need“. Open Air zu singen ist anspruchsvoll, weil man sich selbst schlechter hört, aber es hat super geklappt. Besonders gefreut hat uns, dass auch ehemalige Abiturientinnen und Abiturienten des letzten Schuljahres den Weg zurück zum Moll gefunden und mitgesungen haben. Singen verbindet, über Klassen, Schulen und Generationen hinweg. Beim gemeinsamen Singen des Kanons "Bruder Jakob" mit allen Gästen und Chören war das deutlich zu spüren. Welch' ein Glück, im Chor singen zu dürfen ;)