Mit einem Besuch des Bildungsbeauftragen Max Philipp Martin endete die Ausbildung unserer Schüler:innenscouts für die anstehende Fotoausstellung auf dem Außengelände.

Aus der Geschichte lernen, um Zukunft zu gestalten, dafür möchten wir am Moll einstehen. Aus dem Grund freuen wir uns, ab dem 5.11.2022 das Projekt „Gegen das Vergessen“ des Mannheimer Künstlers Luigi Toscano an unserer Schule begrüßen zu dürfen. Toscano, der sich schon vor einigen Jahren mit einem in Mannheim stattfindenden Projekt für Flüchtlinge an der Außenfassade der Alten Feuerwache einen Namen gemacht hat, trifft auch jetzt mit seinen Fotografien überlebender Holocaust-Opfer einen Nerv, den auch seine Ausstellung im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York verdeutlicht und in das Bewusstsein der Menschen bringt und ist damit auch international mit seinen Werken in aller Munde. Ein Jahr lang reiste der international hoch angesehene Künstler rund um den Globus, um 400 Überlebende ausfindig zu machen. Sie berichteten ihm von ihren Erlebnissen und wie sie es geschafft haben nach so langer und traumatischer Zeit mit der Erinnerung umzugehen. Seit 2014 möchte Toscano somit ein klares Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus setzen. Eben aus dem Grund wählt er für seine Ausstellungen keine konventionellen Galerien und Museen, sondern öffentliche Räume und BildungseinrichtungenAm 5.11. soll dies nun auch auf dem Pausenhof unseres Moll-Gymnasiums passieren. Handausgewählte Portraits der Überlebenden sollen Tag und Nacht bis zum 22.11. eine Heimat vor unserer Schule finden und somit alle, nicht nur Schüler, sondern auch Spaziergänger dazu anregen sich die großen Fotografien anzugucken und die Infotexte neben ihnen zu lesen, um in die Geschichten dieser besonderen Menschen einzutauchen.

Um dieses Projekt der Schulgemeinschaft näherzubringen, werden 15 Schülerinnen und Schüler der J1 und J2 Führungen durch die Geschichte der Bilder für alle Klassen anbieten. Seit Schuljahresbeginn werden Sie zu Scouts von den Geschichts- und Ethiklehrerinnen und -lehrern Michael Happes, Amei Oettinger und Daniel Weber ausgebildet, lernen über die Fotografien und finden heraus wie viel und was sie den kleinen und großen Mitschülern berichten und wie sie mit ihnen ins Gespräch kommen. Die Schicksale der Jüdinnen und Juden sollen den jüngeren Schülern durch größere Schüler durch aktives Sehen und Lernen beigebracht werden und lassen die Opfer der NS Zeit nicht als große Zahl in Geschichtsbüchern stehen, sondern geben ihnen ein Bild und eine Stimme.

Zur großen Eröffnungsveranstaltung am 09.11. ist die gesamte Schulgemeinschaft ganz herzlich eingeladen! Mehr Infos dazu und auch zum Projekt finden sich auf den Flyern im Anhang.

 

Scouts1 Kopie

Text und Foto: Rita Markau & Franziska Bornemann - PR-AG - Schüler:innenpresse am Moll

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Flyer Eröffnungsveranstaltung

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Projektbeschreibung

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