Am 13. Juli 2026 unternahm das Biologie-Leistungsfach der J1 eine Exkursion zur Experimenta in Heilbronn. Dort erhielten wir die Möglichkeit, verschiedene molekularbiologische Arbeitsmethoden selbst auszuprobieren und einen Einblick in die Laborarbeit zu gewinnen.

Zu Beginn lernten wir den Umgang mit Mikropipetten, bevor wir selbst eine Polymerase-Kettenreaktion (PCR) durchführten. Dabei arbeiteten wir an einem kriminalistischen Fallbeispiel: Nach einem Einbruch sollte anhand einer gesicherten DNA-Spur ermittelt werden, welcher der zwei Verdächtigen der Täter war. Mithilfe der PCR und der Gelelektrophorese konnten wird die DNA-Proben vergleichen und den Fall lösen.

Anschließend isolierten wir Plasmide und auch hier gab es ein praxisnahes Fallbeispiel zu lösen: Ein Patient war nach einer Operation an einer Infektion mit einem multiresistenten Bakterium verstorben. Durch die Isolierung der Plasmide und anschließende Gelelektrophorese verglichen wir die Plasmide verschiedener Bakterienproben und konnten nachvollziehen, ob die Bakterien aus der Wasserleitung oder dem Lüftungsschacht stammten.

Insgesamt war die Exkursion eine spannnende und abwechslungsreiche Erfahrung. Besonders interessant war es, die Methoden nicht nur aus dem Unterricht zu kennen, sondern sie selbst in einem echten Labor anzuwenden. Die Fallbeispiele machten die Methoden besonders anschaulich und zeigten, wie molekularbiologische Methoden in der Kriminalistik und der medizinischen Diagnostik eingesetzt werden. Rückblickend war die Exkursion für unseren Kurs ein voller Erfolg. Wir konnten die Aufgaben gemeinsam erfolgreich bewältigen, viel Neues dazulernen und hatten dabei jede Menge Spaß. Die praktische Arbeit im Labor war ein echtes Highlight und wird uns deshalb sicherlich noch lange in Erinnnerung bleiben.

Text: Lena Essert (J1)
Fotos: Frau Gräwe